Im Sommer 2025 traf ich gleich zwei bewusste Entscheidungen: Ich sagte „Ja“ zur Aufgabe als Abteilungsleiterin – und gleichzeitig wuchs in mir der Wunsch, Kursleiterin für therapeutisches Bogenschießen zu werden.
Die Suche nach einer passenden Ausbildung gestaltete sich zunächst schwieriger als gedacht. Doch dann gab es diese eine… und die ließ mich einfach nicht mehr los. Ein kleiner Haken blieb: Der Ausbildungsort lag im Lipperkreis – rund 330 km entfernt. Puuh! Aber der Wille war größer als die Entfernung, also gab es kein Zurück mehr.
Im Januar 2026 startete schließlich das erste Modul – und an diesem Wochenende fand bereits das letzte statt. Dazwischen lagen intensive Wochen mit einem straffen Programm: viel Theorie, viel Praxis und noch mehr neue Eindrücke.
Gerade im therapeutischen Bogenschießen geht es nicht nur darum, Pfeile ins Ziel zu bringen. Vielmehr stehen Körperwahrnehmung, Achtsamkeit sowie das bewusste Erleben von Anspannung und Entspannung im Mittelpunkt. Der Bogen wird dabei zum Spiegel der eigenen inneren Haltung – und glaubt mir: Der ist manchmal ehrlicher als einem lieb ist. 😉
Zwischen dem dritten und vierten Modul stand dann eine besondere Herausforderung an: die Lehrprobe. Mein Thema: Anspannung und Entspannung bewusst erleben.
Und ja… mein Kopf hat in dieser Zeit ordentlich geraucht. Wie verbindet man dieses Thema sinnvoll mit Bogenschießen und einem therapeutischen Ansatz? Also hieß es: lesen, überlegen, ausprobieren, verwerfen – und wieder von vorn anfangen.
Eine Woche vor dem letzten Modul musste die Lehrprobe bei den Ausbildern eingereicht werden. Die Nervosität? Sagen wir mal so: Der Puls war definitiv höher als beim ersten Schuss auf 18 Meter.
Das vierte Modul stand dann ganz im Zeichen der Prüfung. Alle 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durften ihre Lehrprobe praktisch durchführen – ein spannender, lehrreicher und auch ein wenig aufregender Moment für jeden Einzelnen.
Ich nehme unglaublich viel aus dieser Ausbildung mit – fachlich, persönlich und auch für unsere Arbeit im Verein. Nun hoffe ich, das Gelernte Schritt für Schritt in die Praxis umzusetzen und weiterzugeben.
Denn am Ende geht es nicht nur darum, ins Gold zu treffen – sondern auch darum, bei sich selbst anzukommen.
Eure Antje
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link zur Lehrgangswebseite: https://tbo-laukert.de/aktuelles/neue-kursleiter-2026/