Zum Inhalt springen

Mein Weg zur Kursleiterin für therapeutisches Bogenschießen

  • von

Mit jedem Modul dieser Ausbildung wird mir deutlicher, wie sehr mich dieser Weg berührt und innerlich bewegt. Nach dem ersten und nun auch dem zweiten Modul blicke ich erfüllt, dankbar und voller Vorfreude nach vorn.
Das erste Modul war geprägt von vielen Eindrücken, neuen Erkenntnissen und einem intensiven Wechsel zwischen Theorie und Praxis. Das Gelernte durfte direkt umgesetzt werden – nicht nur im eigenen Tun, sondern auch im bewussten Beobachten, Wahrnehmen und Einordnen von technischen Abläufen und „Fehlern“. Besonders wertvoll war für mich, den Blick dafür zu schärfen, was beim Bogenschießen geschieht – körperlich wie mental – und wie wichtig Achtsamkeit und Präsenz dabei sind.

Im zweiten Modul wurde dieses Wissen weiter vertieft und gefestigt. Bereits am Freitag ging es direkt in die Praxis, in der das Erlernte aus dem ersten Modul angewendet und sichtbar wurde. Beim Zielen, Beobachten und Anleiten wurde mir erneut bewusst, wie viel Feinfühligkeit, Aufmerksamkeit und Verantwortung dieses therapeutische Bogenschießen erfordert – nicht nur im eigenen Schießen, sondern vor allem in der Begleitung anderer Menschen.
Der Samstag war intensiv und fordernd. Theorie und Praxis wechselten sich eng ab, während wir uns ausführlich mit dem Aufbau und der Herangehensweise eines Kurses beschäftigten. Besonders beeindruckt hat mich, wie klar und zugleich behutsam Menschen bis zu ihrem ersten Schuss, ihrem ersten Pfeil begleitet werden können. In den Gruppenarbeiten durfte ich selbst erleben, wie sich Sicherheit, Vertrauen und Mut Schritt für Schritt entwickeln. Und dann war da auch der Spaß: Verschiedene Schießspiele zeigten, wie viel Freude und Leichtigkeit ihren Platz haben dürfen. Es war ein langer Tag, der müde machte – aber innerlich sehr erfüllt hat.

Auf einem Tisch bei einem Bogensportlehrgang steht ein Pfeilbefiederungsgerät
Ringsherum stehen Gläser, liegen Schreibblöcke und Stifte

Am letzten Tag stand das bewusste Hineinwachsen in die Rolle als Anleiterin und Trainerin im Mittelpunkt. Die Videoanalyse von uns selbst war herausfordernd, zugleich aber unglaublich wertvoll. Sich selbst zu sehen, zu reflektieren und daraus zu wachsen gehört für mich ganz klar zu diesem Weg dazu. Auch die Themen der Lehrproben wurden verteilt, die wir nun schriftlich ausarbeiten und später in Modul 4 praktisch umsetzen werden – ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zur Prüfung.

Schon jetzt spüre ich große Vorfreude auf die kommenden Module. Rollenspiele, mentales Training und vor allem der therapeutische Aspekt mit dem Eintauchen in psychosomatische Erkrankungen stehen bevor – genau der Teil, der mich besonders berührt und mich in meiner Entscheidung bestärkt, diesen Weg weiterzugehen.
Ich nehme aus diesen Wochenenden unglaublich viel Positives mit und freue mich darauf, dieses Wissen, diese Erfahrungen und diese Haltung künftig an Interessierte weitergeben zu dürfen.
Eure Antje

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert