Zwei Spieler des UHC haben es 2024 wieder geschafft, sich in die deutsche Nationalmannschaft zu qualifizieren. Am 20. September war es dann so weit, in Strasburg wurde die Europameisterschaft von den französischen CrossgolferInnen ausgerichtet und von nah und fern sind SpielerInnen gekommen.
Am Vorabend traf man sich in einer tollen Location mitten in der Innenstadt, wie es ein kleines Willkommen und viele Gespräche gab. Schließlich sieht man sich nicht zum ersten mal und über die Jahre sind Bekanntschaften gewachsen und so wurde manches Kaltgetränk geteilt.
Wir haben den Abend dann nicht all zu lange ausgedehnt, denn schließlich gab es am nächsten Tag ein straffes Programm. Aufstehen für uns um 6.30 Uhr, Frühstück und Bad, um dann mit der Straßenbahn zum Spielgelände zu fahren. Am Vorabend gab es dann auch noch für alle Nati Spieler, die neuen Trikots und ich finde, das mir dieses sehr gut gefällt.

Passend zu unseren neuen weißen Trikots, war das Wetter auch angesagt. je nach Wetterapp sollte es zwischen 29 und 32 Grad warm werden, also ausreichend Flüssigkeiten einpacken nicht vergessen. Und bei der Anmeldung konnte man sich auch noch einmal mit Wasser versorgen.

Bei der Aufteilung der Spielgruppen gab es dann noch mal ein kleines Durcheinander, weil die Ausgabe der Beutel und die Spielgruppen nicht überein passte und man dann die Zuteilung per Namen gemacht hat.
Eine weitere Unsicherheit gab es dann noch, als ich die Frage nach der Höchstschlagzahl stellte. Entgegen der sonst üblichen Praxis, spielen die Französischen SpielerInnen gegen Par. Hier wurde dann schnell die Maximale Schlagzahl pro Bahn auf 8 begrenzt.
Die Aufteilung erfolgte und Hager und ich sind in eine Spielgruppe mit Spielern aus Luxemburg, Schweiz, Tschechien gekommen. Also 8 Spieler, die die Reise zusammen antreten würden. Für uns hieß es dann, erst einmal ein Stück weit laufen und dann auf Bahn 11 beginnen.
Für uns beide verlief das schon einmal nicht sehr erfolgreich. Gespielt wurde im Scramble und unsere beiden ersten Bälle blieben auf dem Dach oder kamen zurück. Es ging quasi einmal über eine Turnhalle oder außen drum rum.

Tja, haben wir den Start verkackt.
Aber, wir hätten als Ausrichter die Bahn wohl auch so gewählt 😉
Das Gelände war aber auch sehr – ähm. hust.
Und als Ziel stand in einer Ecke auf einem Podest, eine Spraydose. Ja, man kann besser spielen, nur gerade an dieser Bahn nicht von uns….
Na ja, es kann ja ab hier nur noch besser werden. Unsere erste Spielbahn und wir beenden die gleich einmal mit einer 8.
Auf Bahn 12 durften wir dann über einen Kanal spielen. Das klappte so halbwegs gut. Hagers erster Ball landete auf einem angrenzenden Flachdach und meiner zwar auch drüben, aber mitten im Gemüse, und keiner hatte hingesehen wo. Zusammen mit anderen Regelauslegungen, wurde ich wieder rüber geschickt um den zweiten Ball in den Kanal und dann erst den dritten spielbar zu spielen…. (mit der richtigen Regel wäre ich deutlich besser gewesen).
Tja, wir dachten das es nicht schlechter geht nach einer 8.
Pustekuchen, wir konnten uns dann das erste X notieren. Wohl aber auch, wegen der miesen Regelauslegung und intern in der Spielgruppe, wegen fehlender mathematischen Kenntnisse, was 1+1+1+1+1+1+1+1+1+1+1=5 ist.
Puh, der Tag fühlte sich schon sehr früh als gebraucht an.

Danach wurde es für uns dann aber besser, an Bahn 13 eine 7 an der 14 konnten wir eine 6 und an Bahn 15 eine 4 schreiben. Hoffen wir mal, das dem so bleibt.
Was wir aber nach den paar Bahnen schon sagen konnten. Die Bahnen an sich waren super ausgewählt, wirklich Spitze. Die Ziele dagegen waren meist ein Tritt in die Weichteile. Zusammen mit vielem Aus und unterschiedlicher Auslegung, waren Regelfragen immer wieder ein Quell der Freude – NICHT!

Genaueres seht ihr sicher auch noch später im Video. Also nicht die Diskussionen, aber allgemein über die Location und was es als Ziele gab.
Ab Bahn 1 ging es dann für uns mit 3, 7, 7, X weiter. Also puh, wir haben da echt ordentlich Federn gelassen. Es ist nicht so, als ob wir uns haben gehen lassen, aber das ganze drum und dran mit dem laufenden behindern der eigenen Spielgruppe, den ständigen Hinweisen nicht immer in den Schlag zu laufen oder durch Unachtsamkeit, die Bälle wegzutreten, das forderte uns Mental wirklich heraus.
Wir schafften es kaum, Spielfreude aufkommen zu lassen oder nur für kurze Momenten, bis wieder ein Mitspieler das durch ??? zunichte machte.

Bei diesem Ziel war nicht der Eimer das Ziel an sich, der Ball musste in den Eimer gespielt werden. Welche Freude….
Wir spielten also nicht nur gegen den Platz, der alles forderte, sondern auch gegen die Behinderung der Mitspieler und das zieht einen auf Dauer echt runter.

Wir hatten wirklich nicht unseren stärksten Tag, auf Bahnen wo wir gut gelegen haben, kam fehlendes Geschick/Glück dazu. Die Ergebnisse sind nicht das geworden, was wir uns eigentlich vorgenommen haben. Auch die anderen aus der Spielgruppe hatten mal mehr oder weniger Glück, so schwappte es immer hin und her mit den Scores.

Nach ungefähr der Hälfte aller Bahnen wurde uns allen klar, das der Tag wohl nicht ganz reichen würde, um sauber und im hellen durchzukommen, also hat sich die Gruppe dafür entschieden, durchzuspielen und keine große Pause zu machen.
Die Schatten wurden immer länger und die Bahnen bleiben für uns zum Schluss alle spannend, auch wenn die Auswahl der Ziele schon hart war.

Letztlich hatten wir alle Bahnen absolviert und es hieß dann, ab zur Party Location. Nach offiziellem Plan, sollte es dort schon seit 30 min rund gehen.
Na ja, Duschen haben wir ausgelassen und sind verschwitzt dort hin. Außer den Marshalls der letzten drei Bahnen, war von Spielern nichts zu sehen. Im Gruppenchat hieß es: Norman und Julian ihre Spielgruppe, hat noch 2,5 Bahnen vor sich. Bei dem Licht wie im Bild:

Es war mittlerweile arschdunkel geworden. Für uns hat es gerade noch gereicht im Hellen fertig zu werden.
Dann wurde erst einmal was Leckeres zu Essen bestellt und natürlich musste der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen werden. Und das war wirklich sehr leckeres flüssiges Brot, was wir bekommen haben.
Die Zeit zog sich und nach und nach kamen die anderen Spielgruppen dazu. Es wurde sich gestärkt und viel gequatscht, schließlich wollten ja alle die Ergebnisse wissen.
Auch Norman und seine Spielgruppe trafen dann ein, also auch die letzten Spielergebnisse. Allein die Auswertung zog sich.
Es wurde 22 Uhr, noch nichts.
Es wurde 23 Uhr, immer noch nichts.
Es wurde 24 Uhr, immer noch nichts. Dabei mussten wir bald los, um die letzte Straßenbahn zu erwischen. Aber auch, weil für uns am nächsten Tag eine 8 Stunden Autofahrt bevorstand.
0.30 Uhr als wir dann an der Straßenbahnhaltestelle standen, konnten wir Jubel hören. Eindeutig CrossgolferInnen.
Im Gruppenchat die Nachricht: 3. Platz – Frankreich
Kurze Zeit später als unsere Straßenbahn einfuhr, erneuter Jubel. Im Gruppenchat kurze Zeit später:
2. Platz – Germany

Wir fühlten uns um die Siegerehrung betrogen. Aber Gesundheit und gute Heimfahrt sind wichtiger.
Die Schweiz wurde 2025 Europameister im Crossgolf.
Herzlichen Glückwunsch an die Schweiz!
Was soll ich sagen, trotz unserer durchwachsenen Leistung. Eine Klasse Tag mit Freunden im internationalen Wettstreit, eine tolle Stadt mit super tollen Bahnen, Sonne satt bei ca. 32 Grad den ganzen Tag, 28.000 Schritten und ca. 18 km und das über 18 Stunden zu dieser Crossgolf Europameisterschaft 2025.
Das alles belohnt mit SILBER!
Drei Jahre Teil der Nationalmannschaft zu sein, macht uns schon ein bisschen Stolz. Danke das wir das miterleben durften.
Die finale Nationalmannschaft für 2026, entscheidet sich am 04. Oktober mit dem letzten Qualifikationsturnier in Duisburg. Ausrichten wird die Weltmeisterschaft, der amtierende Europameister – Schweiz.





Den ganzen Rundkurs könnt ihr euch sehr gern selber auf Google Maps ansehen – https://www.google.com/maps/d/u/1/viewer?mid=176BIOI2DdI_uPdS5qLVupNuk2rqLaPE&ll=48.59783835843457%2C7.772691551857696&z=10